Unter dem Motto: "Wo Musik erklingt" veranstaltete der Männergesangverein "Eintracht" Eiersheim im örtlichen Gemeindezentrum seinen traditionellen Liederabend. Es war eine gelungene Werbung für den Gesang, die Freude am gemeinsamen Singen war bei allen Akteuren deutlich zu spüren. Bürgermeister Thomas Schreglmann mit Gattin sowie die Ehrenmitglieder der Eiersheimer Sänger wurden vom Vorsitzenden Egon Göbel mit allen geladenen Chören aus Buch, Grünsfeld, Niklashausen, Wenkheim und Uissigheim auf das Herzlichste begrüßt. Eine lange Wegstrecke legte auch an diesem Abend die Präsidentin des Sängerbundes Badisch Franken, Frau Waltraud Herold zurück, welche verschiedene Liederabende besuchte und in Eiersheim im zweiten Teil begrüßt werden konnte. Eine feierliche Ehrungszeremonie rundete einen gelungenen Liederabend ab.
Schriftführer Wolfgang Krug moderierte den Abend und führte durch das bunte Liedprogramm. Volkslieder aus Franken, aus Amerika, aus Irland, aus Norwegen, aus Schweden, weiteres deutsches Liedgut, Volksweisen aus dem Sudentenland, aus dem Tessien und aus Rußland waren am Liederabend zu hören. Auf der ganzen Welt erklingen die Töne zur Musik, und Musik verbindet, so der Moderator. Die Bandbreite der Liedvorträge war sehr groß, und für jedermann, ob jung oder nicht mehr so jung, war etwas dabei, was das Sängerherz berührte.
Die Eiersheimer Sänger begannen mit den Liedbeiträgen "Wo Musik erklingt" von Dieter Frommlet, "Mein Mund der singet" von Ursula Barthel und "Wohl auf in Gottes schöne Welt" einem Fränkischen Volkslied von Rudolf Desch. Wolfgang Krug ging im ersten Teil bei seinen Ansagen zu den einzelnen Liedbeiträgen auch auf die Ortschaften selber ein und gab einen jeweiligen kurzen Einblick in die Historie der Gemeinden.
Mit dem Männergesangverein Uissigheim verbindet der Männergesangverein Eiersheim eine gemeinsame Geschichte über den jeweiligen Ehrendirigenten Hubertus Daniel, sich leider entschuldigen musste. Die Sänger aus dem Nachbarort Uissigheim mit ihrer Dirigentin Frau Christine Bischoff und ihrem ersten Vorsitzenden Fritz Krug sangen "Der kleine braune Krug" Amerikanisches Volkslied Chorsatz H. Michl und ein "Tischlied" (Mich ergreift ich weiss nicht wie) von Richard Trunk.
Weiter ging es mit dem Gesangverein Frohsinn Buch und ihrem Dirigenten Victor Schwarz und dem ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Spiesberger. Der große Chor brachte die Liedbeiträge "Mich trägt ein Traum (Dt.Text: Michael Kunze) bekannt von der Schlagergruppe Abba 1979 und "Es klingt ein Lied" eine Irische Volksweise Satz-Text von Otto Groll. Begleitet wurde die Volksweise auf der Querflöte von Rebecca Rodemer. Es folgte dann der Gesangverein Eintracht Wenkheim mit ihrem Frauenchor. Dirigiert von Claudiu Muresan, erster Vorsitzender des Gesangvereins Wenkheim ist Manfred Müller, brachten die Frauen die Liedsätze "Erev schel schoschanim" von Josef Hadar, "Frühlingslied" Weise aus Norwegen und den "Frühlingswalzer" Op. 39 Nr. 15 von Johannes Brahms zu Gehör.
Der Männergesangverein Liedertafel Grünsfeld mit ihrem Dirigenten Michael Schlör und ihrem ersten Vorsitzenden Fritz Wolpert sangen anschließend die Volksweisen "Im Frühtau zu Berge" Volksweise aus Schweden, Satz: R. Desch und "Nun ade, du mein lieb Heimatland" Volksweise, Satz: Paul Wilhelm. Weiter ging es mit dem Arbeitergesangverein 1872 Niklashausen. Ebenfalls von Claudiu Muresan dirigiert und vom Vorstandsteam Stefanie Holzhauer, Stefanie Betzel geführt, brachten sie die Beiträge "Freut Euch" Ludwig van Beethoven/Rudolf Schmitt - 1824 und "Only you" Flying Pickets 1956.
Nach der verdienten Pause begannen zunächst die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Frohsinn Buch mit den Beiträgen: "Ein kleines Lied" Siegertitel Schlager ´91 Chor: Peter Flammen und "Heimweh (Brennend heißer Wüstensand)" Freddy Quinn/Chor: Pasquale Thibaut.
Nun kamen die Wenkheimer mit ihrem gemischter Chor an die Reihe und den Liedern "Wenn ich ein Glöcklein wär" von Franz Xaver Engelhart,"Veronika" von W. Jurmann und F. Rotter und "Hans bleib da" einer schönen Polka und Volksweise.
Es folgte der Arbeitergesangverein 1872 Niklashausen mit "Schön ist der Morgen" Eleanor Farjeon (Cat Stevens) - 1931 und dann mit dem Chor aus Niklashausen gemeinsam das "Lungoj o Drum" Zigeunermusik Satz Claudiu Muresan.
Der Männergesangverein Liedertafel Grünsfeld verabschiedete sich mit "Das erste Lied" Musik: Leo Kowalski, Satz: Wolfgang Lüderitz und "Jetzt kommen die lustigen Tage" aus dem Sudetenland, Satz: Willy Sendt.
Anschließend sangen der Männergesangverein Eintracht Uissigheim die Liedersätze "Pferde zu vieren traben" Tessiener Volkslied Satz Paul Zoll und "Das Beste" von Willy Brune.
Der gastgebende Chor, der Männergesangverein Eintracht Eiersheim beschloss dann den schönen Liederabend im Gemeindezentrum in Eiersheim mit den Beiträgen "Stenka Rasin" einem Russisches Volkslied Friedrich W. Olpen und "Moskau, Moskau" dem Siegertitel Grand Prix Eurovision 1979 von der Gruppe Dschingis Khan, sehr gut einstudiert von Dirigent Joachim Buck aus Tauberbischofsheim. WoKru.

Der Abschluß des Liederabends bildete zugleich auch für den ersten Vorsitzenden Egon Göbel den Höhepunkt des Abends. Frau Waltraud Herold, Präsidentin des Sängerbundes Badisch Franken, überbrachte die allerherzlichsten Grüße des Präsidiums und aller angeschlossenen Vereine zum Eiersheimer Liederabend. "Singen ist für sich betrachtet", so die Präsidentin, "sehr gut und überaus gesund". Sie betonte den großen Wert gemeinsam in einem Chor zu singen, denn es macht und bringt große Freude, ferner wird der Gemeinschaftsgeist gestärkt. Frau Herold erklärte, daß Sänger und Sängerinnen seltener an den Krankheiten der Demenz und der Depression leiden, was Wissenschaftler kürzlich festgestellt haben. Schließlich sei das gemeinsame singen im Chor ein Weg, sich dem Trubel des Alltags zu erholen.
In ihrer Laudation kam Präsidentin Waltraud Herold auf den Sänger Egon Göbel, welcher seit 25 Jahren aktiv im Eiersheimer Männerchor Eintracht mitsingt und zugleich deren erster Vorsitzender ist. Für die Präsidentin strahle Egon Göbel eine große Freude aus, die er auch auf seine Sangeskameraden überträgt. Egon Göbel wurde dann von der Präsidentin mit der "Silbernen Ehrennadel" des Badischen Chorverbandes und der dazugehörenden Urkunde des Sängerbundes Badisch Franken geehrt. Für die Präsidentin ist es schließlich nicht selbstverständlich, einem Verein über einen so langen Zeitraum die Treue zu halten. Mit einem geistlichen Spruch beendete die Präsidentin Frau Herold ihre Ansprache. Dann sprach Bürgermeister Thomas Schreglmann die Schlußworte des Festaktes. "Wo Musik erklingt, wird Dunkelheit erhellt", ergriff der Bürgermeister zunächst das Motto des Abends. Der Hausherr kannte die Melodie des ursprünglichen Trompetenstückes aus dem 17. Jahrhundert, welches der Baden-Württemberger Komponist Dieter Frommlet vertextet hat und als Chorfassung komponierte. Für ihn war es eine schöne Sache, das Lied "live gesungen" zu hören. Schreglmann zitierte den Heiligen Franz von Assisi: "Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkelheit erhellen". Damals vor rund 800 Jahren, als der bekannte Heilige lebte, gab es jede Menge an Not, Hunger, Seuchen, Krankheiten und Hunger, und damals wie heute bringt für einen kurzen Augenblick ein Lied etwas Helligkeit in den Alltag, sei es auch nur für einen kleinen Augenblick. Auch heute, so der Bürgermeister, hat jeder Mensch seine eigenen Nöte und Sorgen des Alltags, und so freut er sich mit den zahlreichen Sängerinnen und Sängern im vollbesetzten Eiersheimer Gemeindezentrum über die abwechslungsreichen Stunden bei frohem Gesang. "Hier, wo die Musik erklingt, wird die Dunkelheit erhellt", so Thomas Schreglmann. Der Redner betonte, für ihn sei es ein besonderer Kunstgenuß, die vielen Chöre aus der Region mit ihren Liedbeiträgen aus alten und neuen Zeiten zu hören und dankte allen Mitwirkenden für ihre großes Engagement. Schließlich bekankte sich der Bürgermeister bei dem zu Ehrenden. Egon Göbel erhält zurecht die großartige Ehrung und dankte ihm für sein ehrenamtliches Engagement als erster Vorsitzender des Männergesangvereins Eintracht Eiersheim. WoKru.
