Eiersheim. Die Floriansjünger der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Eiersheim trafen sich im Gemeindezentrum in Eiersheim zu ihrer diesjährigen Generalversammlung. Abteilungskommandant Jürgen Göbel konnte seine Feuerwehrkameraden zu ihrer Versammlung begrüßen, darunter auch Stadtkommandant Heiko Wolpert aus Külsheim. Bürgermeister Thomas Schregelmann ließ sich entschuldigen, wegen anderer Termine konnte er nicht in Eiersheim weilen, ließ aber über den Stadtkommandanten die besten Wünsche für das Neue Jahr übermitteln. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken kam Abteilungskommandant Jürgen Göbel zu seinem Jahresbericht.

Die Mannschaftsstärke von 20 Kameraden ist aufgeteilt in 12 aktive und 8 Senioren. Mit Roland Baumann verliert die aktive Mannschaft aus Altersgründen eine Kraft, dafür gewinnt die Seniorenmannschaft diese hinzu. Im Laufe des Jahres kam mit Eberhart Müller ein neuer Hauptfeuerwehrmann zur aktiven Truppe. Bisweilen übt er diesen Dienst bei der Feuerwehr in Denkendorf aus. Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine Einsätze zuverzeichnen. Die angesetzten Termine für die Übungsstunden konnten durchgeführt werden. Im Vordergrund der Übungsstunden stand der Aufbau der Wasserversorgung mit anschließenden Löschangriff. Auch die Pflege und Handhabung der Geräte und der Ausrüstung ist immer ein Thema. Es gab außer Übungsstunden und Kommandantensitzungen weitere Termine zu berücksichtigen. so Auftritte des Männerballetts an Fastnacht, Übung mit Beteiligung der Seniorenwehr und anschließendem gemütlichen Beisammensein, Hydrantenkontrolle, Fackelträger beim Kreuzweg und Martinsumzug sowie einem Kameradschaftsabend in Külsheim. Stadtkommandant Heiko Wolpert besuchte auch die Eiersheimer Wehr und ihr Feuerwehrhaus bezüglich der Auswertung des Feuerwehrbedarfsplans, die gemeinsame Übung aller Wehrabteilungen in Steinfurt sowie einem Kameradschaftsabend im Brunnenputzer Külsheim. Gratulieren konnte Eiersheims Feuerwehrabteilungskommandant dem Kameraden Egon Göbel für seinen 40-jährigen Feuerwehrdienst, welcher im vergangenen Jahr in Külsheim geehrt wurde. Jürgen Göbel gab abschließend seines Berichts einen Kurzüberblick über die Termine 2015, bei denen die Übungen im Vordergrund stehen. Göbel bittet seine Feuerwehrkameraden hinsichtlich der Generalversammlung 2016 auf gute Teilnahme an jeglichen Terminen, um die Aufrechterhaltung der Feuerwehr Abteilung Eiersheim zu gewährleisten. Bei der nächsten Generalversammlung finden im turnusmäßigen Rhythmus von 5 Jahren Neuwahlen in allen Wehren statt. Der Dienstplan für das neue Jahr 2015 wird in Kürze vorgestellt und verteilt. Seinen Dankesworten an den Stadtkommandanten Heiko Wolpert, seinem Team von der Vorstandschaft der Eiersheimer Wehr und seinen Feuerwehrkameraden schließt sich der von ihm vorgetragenen Bericht der Seniorenmannschaft an.

Die Seniorenmannmannschaft hatte diesmal nicht so viele Termine. Dies ist auch bedingt durch die Tatsache, welche nun auch in der Eiersheimer Wehr greift: "Die Senioren haben keine Zeit", so der Bericht. Jürgen Göbel betonte aber, daß bei jedem Treffen für das leibliche Wohl bestens gesorgt war. Wendelin Göbel als Seniorenmannschaftsvorsitzender hatte die Zusammenkünfte gut organisiert und mit jeweils eigenem Thema durchgeführt. Die Treffen wurden stets unterstützt von der aktiven Mannschaft. Der Dank des Abteilungskommandanten gilt daher auch im besonderen Wendelin Göbel.

In der Tagesordnung ging es dann weiter mit dem wieder sehr ausführlichen Jahresbericht des Schriftführers Harald Göbel. Nach der Verlesung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung ließ der Schriftführer das vergangene Jahr Revue passieren und gab zu jeder Aktivität Hinweise und Kurzberichte, so daß sich die Floriansjünger wieder lebhaft in das Jahresgeschehen versetzen konnten.

Zunächst trug Schriftführer Harald Göbel einige interessante und für die Eiersheimer Wehr wichtige Punkte aus dem 160-seitigen Feuerwehrbedarfsplan vor. Personelle Probleme bestehen besonders tagsüber. Die Hilfsfristen bei einem Standardbrand (= Brand im Obergeschoss mit Menschenrettung) sind einzuhalten, jede Gemeinde hat den Brandschutz sicherzustellen, wenn in den Ortsteilen keine Tragkraftspritze zur Verfügung steht, verschlechtert sich die Hilfsfristzeit um 30%. Eiersheim ist nicht in fünf Minuten Fahrzeit von Külsheim aus zu erreichen. Personaldecke ist in allen Abteilungen zu dünn, Eiersheim bräuchte mindestens 18 Aktive, es ist mit einer 200%igen Reserve zu kalkulieren. Grundschutz ist sichergestellt. Ausbildungsstand der Einsatzkräfte ist zu erhöhen; mehr Maschinisten, Gruppenführer, Fahrer und Atemschutzgeräteträger. Aufstockung des Personalbestandes ist anzustreben und dringend notwendig professionelle Mitgliederwerbung ist zu überlegen. Das Gerätehaus Eiersheim erfüllt nur die Grundbedingung zur Aufbewahrung des Tragkraftspritzenanhängers, nicht mehr. Eigentlich müsste die Abteilungen Eiersheim mit einem Mannschaftstransportwagen (MTW) ausgerüstet sein, Gerätehaus ist wie bereits erwähnt dafür nicht ausreichend und die Mannschaftsstärke zu gering, deshalb bleibt es bis auf Weiteres beim Tragkraftspritzenanhänger.

Unter anderem erwähnenswert war die erste Übung des Jahres an der Zisterne und es wurden in Staffelgröße alle möglichen Handgriffe geübt, wie das Kuppeln der Saugleitung mit anschließender Wasserentnahme aus der Zisterne oder das Setzen des Standrohres mit darauffolgendem Aufbau eines Löschangriffs.

Eine Übung der etwas anderen Art war Mitte Juni 2014. Durch die neue Wasserversorgung kam es in den vorausgegangenen Wochen in den höher gelegenen Gebieten immer wieder zu deutlichen Druckschwankungen im Leitungsnetz. Zu „Hauptdusch – und Badezeiten“ kam unter Umständen gar kein Wasser mehr aus der Leitung. Inzwischen erfolgte eine Druckerhöhung und dies wollten die Floriansjünger überprüfen. Dazu wurde unsere Ausrüstung wie Pumpe, Standrohr, Hydrantenschlüssel, Schläuche und Strahlrohr in die Kippmulde des stellvertretenden Abteilungskommandanten und es wurden verschiedene Hydranten angefahren. Zuerst ging es an den letzten Hydranten am Birnberg. Dort wurden die Gerätschaften angeschlossen und es wurde festgestellt, dass für eine Löschwasserversorgung der Druck nicht ausreichend ist. Das Gleiche gilt für den letzten Hydranten im Hochäuser Grund. Zwei weitere Hydranten die geprüft wurden, brachten bessere Ergebnisse. Es handelte sich um den Hydranten im Hochhäuser Grund und den letzten Hydranten im Flößlein bei unserem Maschinisten und Gerätewart.

Nochmals wurden die Druckverhältnisse an Hydranten Ende Juni geprüft. Mit den Gerätschaften ging es an den neu eingebauten Hydranten an der Steige und den im Tiefenweg. Als Ergebnis bleibt festzustellen, dass der Druck im Tiefenweg deutlich größer ist als in der Steige.

Durch den ausführlichen Bericht wurden wieder die einzelnen Aktivitäten in das Gedächtnis der Feuerwehrkameraden gerufen.

Kassenwart Stefan Kaufmann gab dann Einblicke in den Kassenstand der Feuerwehrabteilung. Die Kasse wurde von den Kassenprüfern Egon Hauck und Ralf Hörner geprüft und für sehr gut und ordnungsgemäß geführt befunden, der Vorstandschaft konnte dann einstimmig Entlastung erteilt werden.

Stadtkommandant Heiko Wolpert ließ nun Grüße der Stadt Külsheim und der Gesamtwehr der Freiwilligen Feuerwehr Külsheim ausrichten. Wolpert Blicke auf ein erfolgreiches Jahr mit guter Beteiligung zurück. Es war aber für ihn auch zugleich ein sehr spannendes Jahr. Es war, so Wolpert, "einiges zu bewerkstelligen". Auf Stadtebene werde bevorzugt die Einsatzvorbereitung geübt, wichtig ist, daß die Feuerwehren gut gerüstet sind. "Die ersten Minuten bei einem Einsatz sind entscheidend", so Wolpert. Die personelle Situation der Gesamtwehr ist weiterhin problematisch, hautnah erlebt er es in Eiersheim und Uissigheim. Bei den Einsätzen ist stets eine Mindestanzahl an Feuerwehrmänner notwendig. Die Bevölkerung erwartet von ihrer Feuerwehr einen zeitnahen Einsatz, obgleich das bei beruflicher Abwesenheit tagsüber eine enorme Herausforderung ist. Hierbei gab Wolpert Einblicke in die Gesamtfeuerwehrsituation auf Stadtebene Külsheims. Die Bedarfsplanung ist ausgewertet worden. "Wieviel Feuerwehr benötigt eine Kommune" so lautete die Überschrift der Planung, welche durch eine Fremdfirma durchgeführt wurde. "Was kann man machen, damit man neue Kräfte gewinnen kann", so lautete die Frage für die Feuerwehrkameraden der Zukunft. Aus der Bedarfsplanung gehe für Eiersheim hervor, daß sie weiteres aktives Personal benötige, um so die Vorhaben umsetzen zu können. Auch wenn man heute auf "keine Einsätze" zurückblicken darf, müsse die Wehr für alle Fälle gerüstet sein. Eiersheim ist von allen Wehren am weitesten von Külsheim entfernt, daher muss die Ersthilfe vor Ort sichergestellt sein. Für Heiko Wolpert sind mögliche Brandschwerpunkte an der großen Biogasanlage in Steinfurt große Herausforderungen. Ebenso das neue geplante Pflegeheim in Külsheim. Für den Stadtkommandanten sind auch die Zysternen sehr wichtig und notwendig, denn die neue Wasserkonzeption allein ist mit den Wasserleitungen für die Brandbekämpfung nicht ausreichend. Daher ist man auch stets mit dem Stadtwerk Tauberfranken in Kontakt und arbeitet eng zusammen. Wolpert erläuterte dann die Wasserkonzeption und ging auf nähere Einzelheiten bezüglich der Biogasanlage Steinfurt ein. Themen für neue Brandbekämpfungsmöglichkeiten werden auch künftig mehr die Photovoltaik anlagen sein.

Auch 2015 wird es wieder ein sehr spannendes Jahr werden, mit vielen Herausforderungen, insbesondere in der Jugendwehr. Eine Bambinifeuerwehr ist eingerichtet für kleine Floriansjünger ab 6 Jahre, bis diese mit 10 in die Jugendwehr kommen können. Ferner werden auch wieder Maschinistenlehrgänge und Grundausbildungen angeboten, zu dem sich einzelne Feuerwehrkameraden einbringen können. Besonders freut sich Heiko Wolpert über den Neuzugang eines erwachsenen und fertig ausgebildeten Feuerwehrkameraden, den Hauptfeuerwehrmann Eberhard Müller. Er ist seit 2014 Neubürger in der Gemeinde Eiersheim und verstärkt die aktive Mannschaft ab 2015. Abschließend wünschte Heiko Wolpert der Eiersheimer Wehrabteilung weiterhin "keine Einsätze".

In Punkt Verschiedenes bedankte sich Diakon Wolfgang Krug für die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Eiersheim durch Fackelträger an dem nächtlichen Kreuzweg durch das Dorf, beim Maritinsumzug und am Ehrengedenken der Gefallenen und Vermißten am Volkstrauertag. Im gesamten Gesehen sind diese Dienste für das kulturelle Leben unverzichtbar, so Krug und gehören so zum Erscheinungsbild der Gemeinde Eiersheim.

Abteilungskommandant Jürgen Göbel bedankte sich bei Stadtkommandant Heiko Wolpert für seine aufmunternden Worte und Beschloss die harmonische Jahreshauptversammlung. Wokru

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Eiersheim. Stadtkommandant Heiko Wolpert (links) zeigte sich dem Neuzugang eines erwachsenen und fertig ausgebildeten Feuerwehrkameraden, den Hauptfeuerwehrmann Eberhard Müller (Mitte) sehr zufrieden. Ebenso der Abteilungskommandant Jürgen Göbel (rechts) von der Wehr Eiersheim. Seit 2014 ist Eberhard Müller Neubürger in der Gemeinde Eiersheim und verstärkt die aktive Mannschaft ab Januar 2015. Nach der neuen Bedarfsplanung für die Feuerwehren ist eine engagierte Mitgliederwerbung zur Gewährleistung des Brandschutzes dringend notwendig.