Eiersheim. Die Floriansjünger der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Eiersheim trafen sich im Gemeindezentrum zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung. Abteilungskommandant Jürgen Göbel begrüßte seine Feuerwehrkameraden der aktiven Wehr und der Seniorenmannschaft auf das herzlichste. Seitens der städtischen Feuerwehr Külsheim begrüßte Göbel den Stadtkommandanten Heiko Wolpert. Bürgermeister Thomas Schreglmann war verhindert und lies die besten Grüße seitens der Stadt Külsheim ausrichten. Nach Begrüßung und Totengedenken kam Jürgen Göbel zu seinem Jahresbericht.

Mit der Mannschaftsstärke begann Jürgen Göbel seinen Bericht. So gibt es gegenüber 2015 keine Veränderung. Somit ergibt sich zum 31.12.2016, eine Mannschaftsstärke von 21 Kameraden, wie folgt aufgeteilt: 12 Aktive und 9 Senioren. Für das kommende Jahr ist positiv zu vermelden, dass Michael Hemerich eine Aktion zur Mitgliederwerbung ins Leben gerufen hat. Daraus resultierten einige Übungen mit Interessierten für unseren Verein. „Heute können wir mit Stolz fünf neue Kameraden in unseren Reihen begrüßen, so Göbel. Mit Louis, Sven Schmied, Jürgen Rössler, Raphael Uehlein und Stefan Weller konnten an den Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Interessierte geworben werden. Die neuen Kameraden haben bereits das Aufnahmeformular erhalten und sind für den Grundlehrgang ab März 2017 angemeldet. Ferner nimmt Dennis Hemmerich bei der Bambini-Feuerwehr in Külsheim teil.

Abteilungskommandant Jürgen Göbel verzeichnet mit der Eiersheimer Wehr im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Einsätze. Die angesetzten Termine und Übungsstunden konnten zufriedenstellend durchgeführt werden. Außer den Übungsstunden und Kommandantensitzungen wurden noch einige weitere Termine berücksichtigt, welche von der Führung und einzelner Kameraden besucht oder mit durchgeführt worden sind.

Ein Feuerwehrmann wurde auch für 40 Jahre Feuerwehrdienst bei der Feuerwehr-Hauptversammlung in Külsheim geehrt: Roland Baumann durfte diese Ehrung dort erfahren.

Schließlich gab Göbel einen Ausblick auf 2017. Hier stehen wieder die Übungen im Vordergrund, die hoffentlich mit guter Beteiligung durchgeführt werden können. Göbel hoffe auf eine gute Eingliederung der neuen Mitglieder und die Unterstützung von allen Feuerwehrkameraden. Aktiv ist wieder das Männerballett der Abteilungswehr. Außerdem werden wieder der Kreuzweg durch den Ort, den Martinszug und evtl. den Volkstrauertag mit Fackelträgern begleitet.

Die ersten Termine im Februar 2017 sind natürlich die Gestaltung und Durchführung des Bunten Abends, in diesem Jahr erstmals am Samstag den 25. Februar 2017 sowie der Kinderfastnacht am Montag den 27. Februar 2017.

Der Dienstplan fürs neue Jahr wird in Kürze erstellt und ausgeteilt. Diesem werden dann auch Termine anderer Aktivitäten, soweit bekannt, beigefügt. Zum Schluss bedankte sich der Abteilungskommandant bei allen seinen Kameraden für die geleistet Arbeit und reibungslose Unterstützung. Auch fürs neue Jahr wünsche sich Jürgen Göbel wieder ein gutes Miteinander.

Schriftführer Harald Göbel kam danach zu seinem Jahresbericht. Die erste Übung des Jahres, war die angekündigte Hauptübung in Külsheim am 8. April 2016. Die Alarmierung erfolgte per Sirene pünktlich um 18.30 Uhr. Die Eiersheimer Wehrkameraden begaben sich dann samt ihres Tragkraftspritzenanhängers ans Gerätehaus nach Külsheim.

Am „Brückle“ in der Raiffeisenstraße übten die Floriansjünger am 18. April. Hierzu verlegten sie eine Förderleitung von der Zisterne ans genannte Objekt. Dort wurde mit einer B-Leitung den Schlamm aus dem Rohr gespritzt und somit wieder für freien Durchfluss des Maisenbachs gesorgt. Als Zugfahrzeug für den Tragkraftspritzenanhänger diente der neuwertige 120 PS starke Valtra-Schlepper des stellvertretenden Abteilungskommandanten Michael Hemmerich. Nach der Übung gab der Abteilungskommandant Jürgen Göbel etliche Neuigkeiten bekannt:

das Stadtwerk Külsheim überprüft das Leitungsnetz auf seine Leistungsfähigkeit, Ziel ist 48 m³ Wasser in zwei Stunden zur Verfügung zu stellen

Eiersheimer Hochbehälter wird für die Löschwasserversorgung vorbereitet, hierzu müssen aber noch verschiedene Vorarbeiten getätigt werden

ein neuer Grundlehrgang wird angeboten, hierfür liegen bereits 20 Anmeldungen vor, Abteilungskommandant bedauert, dass niemand aus unserer Abteilung dabei ist

das Leistungsabzeichen kann abgelegt werden

bei Mängeln an der Bekleidung oder der persönlichen Schutzausrüstung ist immer der jeweilige Abteilungskommandant der erste Ansprechpartner, nicht der Stadtkommandant

neue Ausgehuniformen und neue Einsatzkleidung werden angeschafft, dieses Vorhaben muss allerdings über mehrere Jahre gestreckt werden, da die finanziellen Mittel dafür begrenzt sind

Stadtkommandant Heiko Wolpert hat neue Standardeinsatzregeln erstellt, diese zielen auf einen einheitlichen Einsatzablauf

Am Kirchenberg wurde am 2. Mai 2016 geübt. Die Übung diente zum einen zur Überprüfung der Reichweite des B-Schlauchmaterials auf dem Tragkraftspritzenanhänger und zum anderen der Überprüfung der Druckverhältnisse bei Wasserentnahme aus dem obersten Hydranten in der Kapellenstraße. Das Ergebnis war: Die B-Schläuche reichten bis zur Kapelle und der Druck bei drei angeschlossenen Rohren war zufriedenstellend.

Zur Geselligkeit diente eine Fahrt ins württembergische Denkendorf zum dortigen Feuerwehrfest. Als Zwischenstation diente der Stuttgarter Fernsehturm zur Besichtigung.

Eine weitere Übung gab es am 13. Juni 2016. Es wurde am Gerätehaus das Anleitern mit der Steckleiter geübt, das Abseilen sowie verschiedene Knoten. Am Ende der Übung „erfanden“ die Floriansjünger noch einen Flaschen – und Kistenzug zum Transport von Getränken.

Das Fest der Freiwilligen Feuerwehr Steinfurt wurde ebenfalls im Juni besucht.

Eine Übung der etwas anderen Art bei äußerst schwülen Temperaturen stand am 25. Juli auf dem Programm. Im Vorfeld hatte der stellvertretend Abteilungskommandant Michael Hemmerich zu mehreren Jugendlichen und jungen Männern Kontakt aufgenommen und diese zu einer Informationsübung eingeladen. Das Gleiche tat der Abteilungskommandant mit zwei Eiersheimer Neubürgern. Es fand sich eine stattliche Menge Interessierter am Gerätehaus Eiersheim ein. Die Übung begann mit einem kurzen Einblick zum Ablauf des Abends und eine Führung durch das Gerätehaus. Anschließend ging es zur Zisterne. Dort wurde eine Wasserversorgung sowohl aus der Zisterne als auch aus dem Hydranten gelegt. Der Verteiler wurde bei der Häfner'schen Halle am Ortsrand Eiersheims gesetzt. Die Leitung hierfür wurde durch ein Privatanwesen gelegt. Mit zwei C-Rohren und einem B-Rohr wurde dann die Brandbekämpfung vorgenommen. Die ganze Übung währte eineinhalb Stunden. Wieder am Gerätehaus zurück gab es eine Abseilübung und den neuen Kistenzug zu betrachten. Moderator des Abends war Michael Hemmerich, welcher sehr anschaulich die Sachverhalte darzustellen wusste.

Eine Übung am Birnberg machten gab es am 5. September. Hierzu kamen wieder die Feuerwehrinteressierten Floriansjünger, welche auch in erfreulicher Anzahl erschienen. Der Übungsablauf gestaltete sich folgendermaßen: Der Traktor mit Tragkraftspritzenanhänger fuhr an die Brandstelle, dort wurden alle dafür notwendigen Gerätschaften für die Brandbekämpfung entnommen. Um möglichst schnell Wasser an die Brandstelle zu bringen wurde ein Schnellangriff mit einem B-Rohr aus dem Hydranten gelegt. Anschließend verlegten die Kameraden eine Förderleitung an die „Hemmerich'sche Zisterne“ zur weiteren Wasserversorgung. Nach Übungsende gab unser stellvertretender Abteilungskommandant Michael Hemmerich noch verschiedene Erläuterungen für die Neulinge zu den verwendeten Gerätschaften und zum allgemeinen Ablauf.

Traditionelles Ende der Übungssaison war am Montag, den 17. Oktober mit dem Reine-machen im Gerätehaus. Hierbei fielen besonders die Feuerwehr-Interessierten „Neulinge“ positiv auf, die sich tatkräftig an der Reinigungsaktion beteiligten. Ferner wurden der Tragkraftspritzenanhänger und die Feuerlöscher wieder auf Vordermann gebracht.

Bezüglich der Seniorenmannschaft erklärte Jürgen Göbel, daß es noch keinen Seniorenvorsitzenden für diesen Posten in der Mannschaft gibt und somit noch keinen Nachfolger für Wendelin Göbel, welcher 2015 sein Amt zurückgab.

Anschließend berichtete Kassenwart Stefan Kaufmann über den aktuellen Stand der Feuerwehrkasse. Diese wurde von den Kassenprüfern Egon Hauck und Ralf Hörner geprüft. Egon Hauck sprach Stefan Kaufmann seinen Dank für die sehr gut geführte Kasse und dem ausführlichen Kassenbericht aus, der Vorstandschaft wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Heiko Wolpert sprach dann auch der Eiersheimer Wehr seinen persönlichen und den Dank des Bürgermeisters Thomas Schreglmann aus. Sein Dank gilt insbesondere dem aktiven Vorstandsteam für die Bereitschaft in ihren jeweiligen Ämtern im Sinne des Vereins mit zu arbeiten. Im Stadtgebiet, so Wolpert, gab es im vergangenen Jahr so viele Einsätze zu verzeichnen, wie noch nie. Im Durchschnitt musste die Külsheimer Wehr alle 1,5 Wochen ausrücken. So könne man in Eiersheim froh über die „fehlenden Einsätze“ sein. Eine Feuerwehrabteilung in den Ortschaften ist nach Meinung von Heiko Wolpert sehr wichtig, wissen doch die örtlichen Wehren die jeweiligen Begebenheiten bei Brandeinsätzen bestens und werden genutzt. Ein schnelles Erreichen der Zisterne ist lebenswichtig. Mit einem „Weiter so“ bei den vielen Übungen und dessen stetigen guten Teilnahmen der Feuerwehrkameraden führte Heiko Wolpert seine Ausführungen fort. Besonders freue sich Heiko Wolpert über die Neueintritte in die Eiersheimer Abteilungswehr. Sie können mit der Grundausbildung ab März diesen Jahres beginnen. Für den Stadtkommandanten dient das abgelaufene Geschäftsjahr als Beispiel für eine gut organisierte und voll ausgerüstete Feuerwehr. „Man lebe nicht auf einer Insel der Glückseligkeit“, so Wolpert. Die Dezentralisierung solle beibehalten werden, die Ersthilfe vor Ort als wichtigen Bestandteil ebenfalls. Für die Zukunft werde es mehr Übungen geben, um für Ernstfälle noch besser gerüstet zu sein.

Am Ende der Generalversammlung gab Abteilungskommandant Göbel das Wort an Diakon Wolfgang Krug welcher sich bei den verschiedenen Diensten der Feuerwehr Abteilung Eiersheim bedankte wie dem Fackeltragen beim nächtlichen Kreuzweg durch den Ort und beim Martinsumzug des Kindergartens sowie an Volkstrauertag, dem Gedenken an die Opfer der Kriege neben der Pfarrkirche. Ferner freute sich Krug, daß es auch im 7. Jahrzehnt nach der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Eiersheim Männer gibt, welche sich immer noch in diesem wichtigen Kulturverein zum Wohle des Nächsten engagieren. Mit der Hoffnung und der Bitte auf „keine Einsätze in 2016“ beendete Abteilungskommandant Jürgen Göbel die Jahreshauptversammlung. Wokru